Tag: was in venedig tun

  • Hochwasser in Venedig – Warum steht die Lagunenstadt immer öfter unter Wasser?

    Hochwasser in Venedig – Warum steht die Lagunenstadt immer öfter unter Wasser?

    Hochwasser in Venedig, oder “acqua alta”, kann Venedig wie Atlantis erscheinen lassen. Am schlimmsten war es 1966, als das Hochwasser die Stadt mit fast zwei Metern salzigem Lagunenwasser überschwemmte. Es ist möglich, zu sehen, wie das Wasser über die Kanalufer spritzt oder durch die Abflüsse auf dem Markusplatz sprudelt.

    Dieses Phänomen wird oft fälschlicherweise als Beweis dafür angesehen, dass Venedig sinkt. Obwohl die Stadt im 20. Jahrhundert aufgrund der industriellen Grundwasserentnahme um etwa 10 cm gesunken ist, wurde das Absinken weitgehend gestoppt, als die artesischen Brunnen auf dem Festland in den 1960er Jahren geschlossen wurden. Heute wird die Senkung auf 0,5 bis 1 mm pro Jahr geschätzt, was hauptsächlich auf geologische Faktoren und die Verdichtung des Bodens unter den Millionen von Holzpfählen in der Stadt zurückzuführen ist.

    Ein größeres Problem ist der steigende Meeresspiegel, der mit dem Abschmelzen der arktischen Eiskappen durch die globale Erwärmung zu einer noch größeren Bedrohung wird. Schon jetzt ist die Häufigkeit von acqua alta im letzten Jahrhundert von weniger als 10 Mal pro Jahr auf mehr als 60 Mal pro Jahr gestiegen, Tendenz steigend.

    Hochwasser in Venedig am Markusplatz
    Hochwasser in Venedig am Markusplatz

    Das Phänomen tritt vor allem in der Zeit von Herbst bis Frühling auf und wird durch eine Kombination von drei Faktoren verursacht:

    • die astronomische Flut, d.h. der Anstieg des Meeresspiegels aufgrund der Anziehungskraft des Mondes;
    • eine mehr oder weniger intensive Regenperiode, die die Wassermenge im Lagunenbecken und in den Flüssen, die dort hineinfließen, erhöht;
    • der Sirocco, ein heißer Wind aus Südosten, der den normalen Wasserfluss durch die drei Buchten der Lagune verhindert.

    Der wichtigste Faktor ist allerdings der Scirocco. Denn selbst bei heftigen Regenfällen auf dem Festland und dementsprechend einem erhöhten Wasserzufluss, staut sich ohne Südwind kaum Wasser in der Lagune.

    Romantischer Anblick Venedig bei Sonnenuntergang

    Viele wichtigsten Informationen über Venedig und wie Dein Aufenthalt ein Erfolg wird, findest Du in diesem Artikel:

    Gut zu wissen

    Nicht alle Teile der Stadt sind gleich anfällig für Überschwemmungen, wie die folgende Tabelle der Comune di Venezia zeigt, denn der Boden der Gassen und Plätze hat sich im laufe der Jahrhunderte den seismischen und tektonischen Bewegungen angepasst, so dass er alles andere als eben ist.

    Außerdem ist die tatsächliche Wassertiefe in den Straßen weitaus geringer, als der “Flutpegel” vermuten lässt. (Siehe den “Extremfall” unten, bei dem 135 cm Hochwasser 40 cm Wasser auf der Piazza San Marco bedeuteten).

    Höhe der FlutProzentualer Anteil von Venedig überflutet
    Bis zu 80 cm 0% (normale Flut)
    100 cm 4%
    110 cm12%
    120 cm35%
    130 cm70%
    140 cm90%

    Ein Extremfall

    In Oktober 2019 erreichte die Flut 135 cm. Die Piazza San Marco wurde von mindestens 40 cm Wasser überflutet, was als die schlimmste Acqua alta des Jahrzehnts bezeichnet wurde. In den letzten Jahren hat die Acqua alta zu Beginn des Winters jedoch mehrmals 150 cm oder mehr erreicht und den größten Teil der Stadt überflutet.

    Die schlimmste Überschwemmung in der Geschichte Venedigs war 1966, als das Hochwasser 194 Zentimeter erreichte. Das zweitschlimmste Ereignis war im November 2019, als das Wasser 187 Zentimeter erreichte.

    Glücklicherweise hat die Stadt im Laufe der Jahre Veränderungen vorgenommen, um die Auswirkungen der Acqua Alta zu mildern. Inzwischen wurden zum Beispiel die Umspannwerke aus dem Gefahrenbereich verlegt und die Leitungen im Erdgeschoss vieler Wohnungen sind jetzt hoch genug an den Wänden angebracht, um in den meisten Fällen Kurzschlüsse zu verhindern. Dank dieser Veränderungen kam es bei der Überschwemmung 2019 nicht zu massiven Stromausfällen – 1966 war die Stadt tagelang ohne Strom.

    Acqua Alta a Venezia. Das Rekord-Hochwasser in Venedig auf dem Markusplatz in 1966
    Das Rekord-Hochwasser in Venedig auf dem Markusplatz in 1966

    Womit Du bei dem Hochwasser in Venedig rechnen kannst

    Die meiste Zeit über ist die Acqua Alta nur eine leichte Belästigung: Du musst vielleicht dem einen oder anderen Tümpel auf der Piazza San Marco ausweichen oder dem Wasser ausweichen, das auf eine Fondamenta, einen Gehweg neben einem Kanal, spritzt.

    Touristen auf dem überluteten Markusplatz
    Touristen auf dem überfluteten Markusplatz

    Wenn Du jedoch eine Sirene hörst, solltest Du Dich auf schwerwiegendere Überschwemmungen einstellen, vor allem in den tiefer gelegenen Gebieten des historischen Zentrums. Eine Sirene bedeutet, dass eine ungewöhnlich hohe Flut in drei bis vier Stunden ihren Höhepunkt erreichen wird.

    Je nach Höhe des Hochwassers in Venedig und je nachdem, wo Du Dich in der Stadt befindest, kannst Du mehrere Stunden vor und nach dem Höchststand der Flut mit Überschwemmungen rechnen. Diese Überschwemmungen können von wenigen Zentimetern bis hin zu einer großen Überschwemmung reichen.

    Das Gezeitenzentrum von Venedig gibt an, dass seine dreistündigen Vorhersagen zu 95 % zuverlässig sind, mit einer Genauigkeit von plus oder minus 10 Zentimetern.

    Gassen überflutet von Hochwasser in Venedig
    Gassen überflutet von Hochwasser in Venedig

    Die Stadt stellt in überschwemmungsgefährdeten Gebieten erhöhte Holzstege zur Verfügung; an den meisten ACTV-Vaporetto-Haltestellen kannst Du eine Karte dieser Fußgängerwege einsehen.

    Je nach erreichtem Pegelstand werden nicht alle Gebiete Venedigs überflutet: Das hängt nämlich von der Höhe über dem Meeresspiegel des betreffenden Gebiets und seiner Entfernung von den Bocche di Porto, der Lagunenöffnung, ab.

    Um das Hochwasser-Problem in den Griff zu bekommen, wurde zusätzlich zu den Fußgängerbrücken in den am stärksten frequentierten Bereichen der Stadt 2003 das MOSE-Projekt in Angriff genommen: eine Reihe von mobilen Schotts, die entlang der Öffnungen der Venezianischen Lagune zum offenen Meer hin errichtet wurden und sich bei außergewöhnlichen Hochwasserereignissen schließen sollen, um die Lagune vor dem Hochwasser zu schützen.

    Wie Du Dich auf das Hochwasser in Venedig vorbereiten kannst

    Wenn Du planst, in den Herbst- und Wintermonaten in Venedig zu sein, solltest Du Gummistiefel einpacken – vor allem für Besuche in der Nähe des Voll- oder Neumondes, wenn die Acqua Alta am wahrscheinlichsten ist.

    Alternativ kannst Du auch mehrere Plastikmüllsäcke und Schnüre oder Gummibänder einpacken, um sie an ihrem Platz zu halten. Müllsäcke sind zwar nicht elegant, aber sie können Deine Schuhe und Beine trocken halten.

    Eine andere Möglichkeit ist es, in Venedig Gummistiefel zu kaufen oder vorübergehend Plastikregenstiefel von Souvenirständen und Straßenhändlern zu erwerben. Wenn Du jedoch sehr große Füße hast, könnte es schwierig werden, passende Stiefel zu finden – und Du musst Dich auf jeden Fall schützen, bevor das Wasser steigt.

    Markusplatz überflutet von Hochwasser "Acqua alta" in Venedig
    Markusplatz überflutet von Hochwasser “Acqua alta” in Venedig

    Gut zu wissen

    Regenstiefel aus Gummi oder Kunststoff findest du bei Ratti, wo du eine große Auswahl an Gummistiefeln für Männer und Frauen in vielen Größen findest. Der alteingesessene Eisenwaren- und Haushaltswarenladen liegt nur wenige Gehminuten von der Piazza San Marco entfernt.

    Wenn du Venedig von Herbst bis Frühling besuchst, solltest Du keine Unterkunft im Erdgeschoss buchen. (In Hotels ist das wahrscheinlich kein Problem, da sich die Zimmer normalerweise in den oberen Stockwerken befinden, aber AirBnB-Wohnungen auf Straßenebene können riskant sein).

    Wenn Hochwasser in Venedig auftritt, vermeide es, im Wasser herumzutollen. Hochwasser ist ein teures Ärgernis für die Einheimischen, und wer in den Straßen plantscht, Wasser aufwirbelt oder sich auszieht und vor der Basilica di San Marco schwimmt, wird sich keine Freunde in Venedig machen. Die Einheimischen empfinden solche Späße als respektlos.

    Zwar ist es unwahrscheinlich, dass die Acqua alta während Deines Aufenthalts mehr als nur ein leichtes Ärgernis darstellt, und sie stellt keine Gefahr für Menschen dar: Selbst beim Rekord-Hochwasser in Venedig von 1966, als die ganze Stadt überschwemmt wurde, ist niemand ertrunken.

    Markusplatz unter Wasser in Venedig
    Markusplatz unter Wasser in Venedig

    Offizielle Webseite des Gezeitenzentrums Venedigs samt Hochwasservorhersage

    Die Grafik auf dieser italienischsprachigen Seite des Comune di Venezia zeigt die erwarteten Gezeiten für die nächsten Tage.

    Acqua Alta: Überschwemmungsgebiete

    Diese Karte deckt nicht das gesamte Stadtzentrum ab, aber sie zeigt die alle wichtigen Stadtteile. Die blau eingefärbten Gebiete (vor allem die dunkelblauen) sind bei Acqua Alta am meisten von Überschwemmungen bedroht.

    hi!tide Venedig App (Android und iOS)

    Lade Dir die kostenlose – und offizielle – Gezeitenvorhersage-App von Venedig für Dein Smartphone herunter.

    Zeitungsartikel: Die schwimmende Stadt

    Diese dramatischen Fotos zeigen die Überschwemmungen am 11. November 2012, als Venedig den sechsthöchsten Pegelstand seit 150 Jahren hatte.


  • Überlebenstipps für Venedig

    Überlebenstipps für Venedig

    Von allen Städten, die ich besichtigt habe, fasziniert mich Venedig immer noch am meisten. Venedig ist wegen seiner Geschichte, Architektur und der Tatsache, dass es ins Meer gebaut wurde, vielleicht wirklich „die unwahrscheinlichste der Städte“, wie Thomas Mann schreibt. Andererseits macht sie die Nähe zu Süddeutschland – in 5 Stunden ist man schon an der italienischen Adria –zu einem leicht erreichbaren Ziel.  Ich bin sehr gerne dort und versuche auch, mehrere Tage zu bleiben, vor allem zur Zeit des Karnevals.

    Piazza San Marco und der Glockenturm in Venedig, Italien, vom Wassertaxi fotografiert
    Piazza San Marco und der Glockenturm in Venedig, Italien, vom Wassertaxi fotografiert

    Ankunft in Venedig

    Da ich in der Nähe Münchens wohne, fahre ich meistens mit dem Auto nach Venedig, da Italien quasi ein Katzensprung entfernt ist. Die Fahrt vergeht recht schnell, es gibt viel zu sehen, und ich verbinde mit dem Venedig-Ausflug noch einige Städtetrips und Verwandschaftsbesuche, so dass ich mit dem Wagen am besten bedient bin.

    Für Wochenendausflüge kannst Du auch mit dem Zug nach Venezia Santa Lucia fahren. Das lohnt sich vor allem, wenn man früh – und vielleicht mit einer günstigen Bahncard 25 – bucht. Reist Du von weiter weg an, ist vielleicht ein Flug zum Aeroporto Marco Polo (VCE) zeit- und kosteneffizient; von dort gibt es viele Möglichkeiten, zur Lagunenstadt zu kommen.

    Es ist zwar möglich, in Venedig in einem der Riesenparkhäuser direkt bei der Verbindungsbrücke zum Festland zu parken, günstig ist das jedoch nicht. Ich parke entlang der Eisenbahnlinie zwischen Treviso und Venedig an einem kleinen Bahnhof, vor Mestre, mit keinen oder sehr geringen Parkgebühren, und genieße so die zwanzig- oder dreißigminütige Fahrt in die Lagune über den Ponte della Libertà. Am Bahnhof Santa Lucia in Venedig angekommen, gibt es die ersten Möglichkeiten, sich günstig zu verpflegen: Ich bevorzuge den Relax & Caffé, denn Du kannst ordentlich viel essen zu verhältnismäßig niedrigen Preis und eine saubere Toilette ist auch vorhanden – beides sind nämlich nicht überall vorhanden, vor allem zu Coronazeiten.

    Einmal den Bahnhof verlassen, bist Du sofort von der Schönheit der Stadt umgeben.

    Venedig - Zugbahnhof Venezia Santa Lucia, Blick auf den Canal Grande
    Zugbahnhof Venezia Santa Lucia, Blick auf den Canal Grande

    Fortbewegung

    In Venedig wurden über 400 Brücken gebaut, um die etwa 150 Kanäle passieren zu können. Nur wenige von ihnen sind bequem mit Trolleys oder Kinderwagen zu überqueren. In den engen Gassen ist es manchmal schwierig, größere Tragetaschen neben sich zu schleppen, ohne sie an den Gebäuden zu reiben; ich reise deswegen nur mit dem Allernötigsten im Rucksack, auch an Kameraausrüstung (dazu später mehr).

    Es gibt allerdings die „Vaporetti“, so werden die Wasserbusse genannt, mit denen man viele Punkte an den größeren Kanälen erreichen und so von einer Insel zur anderen fahren kann. Die Tickets sind sogar teurer als so manche Fahrkarte der Münchner S-Bahn, dennoch kann es sich bei viel Gepäck lohnen, diese Alternative zu nutzen. Wer die entfernten Inseln Murano und Burano besuchen will, kann überlegen, ob und wann ein 24-Stunden-Ticket (20 Euro pro Person) sinnvoll wäre. Die Tickets können an vielen Haltestellen an den Automaten erworben werden, und es gibt ebenso viele Schalter oder Geschäfte, wo Du sie kaufen kannst.

    Venedig wäre ohne die Gondeln undenkbar, und in der Vergangenheit hatte jede Familie der Mittel- und Oberschicht mindestens eine, mit der die Herrschaften durch die Kanäle gefahren wurden, während Dienerschaft und Unterschicht sich durch die dunklen und schmutzigen Gassen zwingen musste. In der Neuzeit sind Gondeln eher eine Touristenattraktion, und für 70-90 Euro je nach Tageszeit wird man eine Stunde lang durch die Stadt gefahren, was aber in Anbetracht der gelangweilten Gesichter vieler Passagiere, die lieber auf ihr Smartphone schauen als um sich herum, eine nicht so spannende Angelegenheit zu sein scheint.

    Wer es eilig hat, kann ein Wassertaxi nehmen. Obwohl ihr Rumpf oft aus Holz besteht und die geölten sowie polierten Oberflächen den Eindruck vermitteln, die Boote seien nur dekorative Objekte, sind sie mit starken Motoren ausgestattet, und sie können außerhalb der Stadt hohe Geschwindigkeiten erreichen.Wichtig: Venedig ist an sich eine sehr kleine Stadt, deswegen kommst du auch zu Fuß sehr schnell voran. Ich lasse mich regelmäßig von der Skala in Google Maps täuschen, weil ich von der Weitläufigkeit Münchens ausgehe; dabei dauert der Fußweg vom Bahnhof bis zur Rialtobrücke keine Viertelstunde und allgemein ist alles innerhalb weniger Minuten schnell erreicht.

    Verpflegung: Cosa mangiare a Venezia?

    Viele Lokale in Venedig locken mit ihrem internationalen kulinarischen Angebot und fabelhafter Lage: Wer würde nicht gerne am Canal Grande Martini schlürfen und ein paar Snacks essen? Doch manchmal sollte man lieber erst einen Blick auf die Preisliste werfen, bevor man sich hinsetzt. Denn am Ende des Aperitifs oder der Mahlzeit ist eine böse Überraschung hinsichtlich der Höhe der Rechnung nicht förderlich für die Verdauung.

    Allgemein gilt:

    • In Venedig – sowie in vielen anderen größeren Städten Italiens – gibt es in Bars und Cafés unterschiedliche Preise für Selbstbestellung sowie Verzehr an der Theke und dem Sich Bedienen Lassen am Tisch: Am Tisch können die Preise bis doppelt so hoch sein, dafür kann man bequem sitzen bleiben, die Aussicht genießen und sogar etwas Sonne tanken. So kann ein Espresso plötzlich 3,5 statt 1,5 Euro kosten.
    • In der Nähe der Sehenswürdigkeiten und der Brücken über den Canal Grande kann es sehr schnell sehr teuer werden. Die Betreiber von Restaurants lassen sich die tolle Lage gut bezahlen und in einigen Fällen haben die Gerichte viel mehr mit Fast Food-Massenproduktion gemeinsam als mit italienischer Gourmetküche. Die Qualität des Essen war entgegen allgemeiner Annahmen bisher immer immer zufriedenstellend bis sehr gut.

    Wenn ich neue Lokale aufsuchen will, lasse ich mich von Tripadvisor und ähnlichen Seiten inspirieren, denn die Bewertungen geben ein gutes Bild wider und zeichnen ein realistisches Bild der zu erwartenden Erfahrung in dem einen oder anderen Restaurant. Einen Blogpost über meine Lieblingslokale in Venedig wird folgen.

    Übernachten in Venedig

    Je nachdem, wie Du Venedig erreicht hast, gibt es verschiedene Optionen:

    Die günstigste, aber unglamouröseste ist auf dem Festland eine Schlafmöglichkeit zu finden, und Venedig mit dem Zug zu erreichen. Die Regionalzüge fahren bis tief in der Nacht, so dass es möglich ist, recht lange in der Lagunenstadt zu bleiben und auch einen romantischen Sonnenuntergang zu beobachten. Ich finde diese Lösung okay für Tagesausflüge, aber ein längerer Aufenthalt wird nicht unbedingt angenehm durch die Fahrerei. Wenn Karneval oder Biennale ist und viele Unterkünfte ausgebucht sind, ist diese Option allerdings durchaus sinnvoll.

    Ich bevorzuge es jedoch, bei Airbnb nach Wohnungen (manchmal auch nur nach Zimmern), die in dem Viertel (in Venedig ‚Sestiere‘) sind, das ich entdecken möchte. San Polo ist eine gute Wahl, wenn Du noch keine festen Ziele hast und Venedig nicht so gut kennst, da dieses Viertel genau mittig liegt. Für Seebären gibt es auch die Möglichkeit, in einem Segelboot im östlichen Yacht-Hafen zu übernachten, und man findet noch skurrilere Annoncen.

    Die luxuriösere Art, in Venedig seine Nächte zu verbringen, ist tatsächlich ein Zimmer in einem der vielen Hotel zu buchen. Die Preise variieren stark, von fensterlosen Zimmern bis Kleinapartments direkt am Canal Grande ist alles vertreten und die Preisspanne ist recht groß. Dennoch garantieren die vielen namhaften Hotels auch hohe Standards, und oft präsentieren sie Angebote für feste Zeiträume, die z.B. Airbnb unterbieten. Zur Hochsaison sind die Preise dennoch sehr hoch. Das Hotel Rialto* ist meine erste Wahl, wenn ich in Venedig ein Hotel brauche: Es befindet sich im Zentrum Venedigs, direkt bei der Rialtobrücke, und von dort ist jede Ecke der Stadt in kürzester Zeit erreichbar.

    Hotel Rialto ****

    Das Hotel Rialto, direkt bei der Rialtobrücke und dem Fondaco dei Tedeschi, Venezia, Italien.
    Das Hotel Rialto, direkt bei der Rialtobrücke und dem Fondaco dei Tedeschi, Venezia, Italien.

    Die Lage dieses 4-Sterne-Hotel ist ideal, um die Stadt zu erkunden und zu entdecken. Stell Dir vor, Du sitzt am Fenster deiner Junior Suite und bewunderst die Rialtobrücke. Unter dem Brückenbogen überqueren ständig Gondeln und Boote den Canal Grande und die Vaporetti halten nur wenige Schritte vom Hotel entfernt, um ganz Venedig zu Dir zu bringen.

    Die verrückt bunten Häuser von Burano bei venedig, Italien.
    Die verrückt bunten Häuser von Burano bei venedig, Italien.

    Sonstiges

    Generell sind in Italien die Steckdosen Typ-F noch nicht überall verbreitet; stattdessen ist man häufiger mit dem Typ-L konfrontiert. Für solche Fälle habe ich einen passenden Adapter dabei.

    Die Lagunenstadt Venedig von der Rialto-Brücke aus fotografiert.
    Nicht weit von der Insel Burano: Blick auf Canal Grande aus der Rialtobrücke, Venedig.

    In diesem Artikel erfährst Du, welche meine Lieblingsfotospots in Venedig sind.

    Dieser Artikel wurde erst auf https://salvati.photography veröffentlicht.